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Günter Schmickler



Registriert seit: 11.05.2003
Beiträge: 310
Wohnort: 53842 Troisdorf

Beitrag: Montag, 23. Aug. 2004 10:23    Titel: Re: Sehr geehrter Herr Schwenzer, Antworten mit Zitat

anonym hat folgendes geschrieben:
es ging mir weniger darum, eine Kampagne für das lange S zu machen, sondern
darum, einmal einen Text in normalen Buchstaben
-- also nicht in deutscher Schrift -- zu sehen, der solche Buchstaben enthält.
Natürlich wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für eine solche Kampagne.
Das dürfte auch Herr Schmickler wissen, denn der hat sich bezüglich einer
solchen doch recht vorsichtig ausgedrückt.

In der Grundschule -- dritte oder vierte Klasse -- hatten wir noch ein paar
Tage lang die deutsche Schrift gelernt. Ich kann sie -- mit einigen
Schwierigkeiten -- lesen und ein bißchen schreiben. Vor vielen Jahren habe ich
ein Computerprogramm für ein 8-Bit-Computersystem geschrieben, daß die
Sütterlinschrift auf dem Bildschirm und den Drucker (Nadeldrucker) ausgeben
konnte. Das Problem bei zusammengesetzten Wörtern, wobei die erste Komponente
mit ''s'' endet, das richtige S zu setzen, habe ich allerdings nicht lösen
können, da mir niemand sagen konnte, ob da das Schluß-s oder das lange S
genommen werden muß. Außerdem wäre ein Wörterbuch notwendig, um die Wortfuge zu
finden.

Soweit ich hier in den Foren gelesen habe, ist das ß eben kein typisch deutscher
Buchstabe, sondern wurde z. B. früher auch im Italienischen verwendet. Ich
stimme Ihnen zu, daß er Symbolcharakter hat und das Lesen erleichtert. Außerdem
sieht er gut aus! Ich habe sogar eine Reihe von Aufklebern gegen die
Rechtschreibreform entworfen, die verschiedene zeichnerische Darstellungen
dieses Buchstabens und eine kleinen Text dazu enthalten. Leider interessieren
sich die Reformgegner nicht dafür!

Natürlich wird niemand ernsthaft eine Rückkehr zur deutschen Schrift in Erwägung
ziehen, trotzdem sollte sie erhalten werden.

Gebe ich mich angriffslustig? Übertreiben Sie nicht ein bißchen mit Ihrer
Reaktion auf anonyme Einträge? Sie verhalten sich genau so, wie sie es bei
bestimmten ''Anonymen'' kritisieren, nur eben nicht anonym! Zugegeben, dazu
gehört Mut!

Eine Meinung ist eine Meinung, sie hat überhaupt keinen
''wahren inhaltlichen Wert'', was ist das denn überhaupt? Der Wert einer
Meinung mißt sich an den Tatsachen, auf die sie sich bezieht; wer sie äußert,
ist letztlich egal. Jeder kann eine Meinung haben, das ist legitim, warum
sie das nicht sein sollte, wenn sie anonym geäußert wird, ist mir nicht
nachvollziehbar.

Außerdem habe ich in meinem letzten Eintrag keine Meinung geäußert, sondern
nur einen Vorschlag gemacht sowie einige Bemerkungen über die Probleme, die
auftreten würden, wenn man einen neuen Buchstaben einführen wollte.

Glauben Sie wirklich, Sie könnten mich mit Ihrer Art von Reaktion auf meinen
anonymen Eintrag dazu bewegen, meine Anonymität aufzugeben?


Der anonyme Teilnehmer hat mich richtig verstanden: Ich habe mitnichten die ernsthafte Absicht, eine Kampagne für die Einführung des „langen s“ in die heutzutage gebräuchlichen Druck- und Schreibschriften zu starten. Das Wörtchen „beinahe“ und der Gebrauch des Konjunktivs (hätte ich Lust ...) sollten dies eigentlich zum Ausdruck bringen, aber vielleicht hätte ich noch ein „Grinsmännchen“ hinzufügen sollen.
In meinem Beitrag geht es mir hauptsächlich darum, an die Bedeutung der „Binnengliederung“ und der Vermeidung von „Buchstabenklumpen“ zu erinnern. Der Buchstabe „s“ ist im Deutschen unglücklicherweise mit Funktionen überlastet: Es sollen stimmhaftes und stimmloses „s“ unterschieden werden, nach Möglichkeit soll auch die Länge des vorhergehenden Vokals zu erkennen sein, außerdem steht das „s“ oft als Bestandteil einer
Buchstabengruppe (sch, st, sp) und hat dann den Lautwert „sch“. Ein großer Vorteil der Fraktur- und der Sütterlinschrift war es, daß diese „Bürde“ auf drei verschiedene Zeichen für s-Laute verteilt wurde. Die Verdoppelung eines Zeichens ( 2 lange s) gab es nur, um die Kürze des vorhergehenden Vokals anzuzeigen. Stießen s-Laute verschiedener Funktion (auslautendes mit anlautendem s oder sch) aufeinander, so unterschieden sie sich durch die verwendeten Schriftzeichen.
Es ist schmerzlich genug, daß die Klarheit des Schriftbildes schon durch den Verlust des „langen s“ beeinträchtigt wurde. Schlimmer noch ist die teilweise Verdrängung des „ß“ durch die Rechtschreibreform. Es gibt „fortschrittliche“ Geister, die den „Missstand“ und das „Flussschwein“ schön finden. Nun reden bedauerlicherweise auch einige Gegner der Reform der Beibehaltung der „Heyseschen“ s-Laut-Schreibung (Kraus) oder sogar dem gänzlichen Verzicht auf das „ß“ (Reich-Ranicki) das Wort.
Die Einführung des „langen s“ in die heutzutage gebräuchlichen Schriften – das hätte zwar einiges für sich, ist aber nicht realisierbar. Ich sehe jedoch keinen Grund, die bewährte „Adelungsche“ s-Laut-Schreibung zur Disposition zu stellen oder gar einem Kompromiß zu opfern.
Übrigens: ich habe mangels eines Scanners und entsprechender technischer Fertigkeiten keine Möglichkeit, einige Seiten aus meinem alten „Sprachbrockhaus“ in dieses Forum zu stellen.

Günter Schmickler, Troisdorf
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Peter Schwenzer



Registriert seit: 01.09.2003
Beiträge: 56
Wohnort: Madrid

Beitrag: Montag, 23. Aug. 2004 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Im Grunde hat man mit der Abschaffung der deutschen Schrift eine perfekte Schreibweise für die deutsche Sprache abgeschafft. Eigentlich sollte man meinen, daß Fortschritt auch Vervollkommnung bedeutet und nicht Pseudovereinfachung des Schreibens durch Regression zur Primitivschreibung. Das gilt auch für die Kleinschreibung, die so manche verteidigen, die das lesen aber noch schwerer machen würde. Eigentlich fragt man sich, warum nicht gleich für die Abschaffung der deutschen Sprache und am besten gleich Deutschlands plädiert wird, so gäbe es keine Zankereien mehr. Alle diese Diskussionen der Rechtschreibreform- und Kleinschreibungsbefürworter haben doch einzig und allein politische, ideologische Hintergründe. Was ich dabei gar nicht verstehe, ist, warum sich so viele Deutsche so aktiv für den Untergang ihres eigenen Landes und ihrer eigenen Kultur einsetzen. Diese Hirnzersetzung kann man sogar bei Leuten feststellen, die dem ganz besonders feindlich gegenüberstehen sollten.
Bei der jetzigen Diskussion in der Presse scheint es, als wären unmündige Bürger, denen die Reform genauso aufgezwungen wurde wie der großen Mehrheit der Bevölkerung, jetzt ein Argument dafür sein sollen, daß man nichts mehr ändern könnte und deshalb zwei Drittel der Bevölkerung die Reform einfach zu schlucken haben, weil sie diejenigen, die eigentlich gegen sie waren oder sind, jetzt doch dafür sind, obwohl sie nicht damit einverstanden sind, der armen Kinderlein wegen. Dummes Geschwätz zum Erheischen eines künstlichen Mitleids für rechtschreibleidende Minderjährige, derentwegen wir alle auf etwas verzichten sollen, was die meisten von uns beibehalten wollen und was sich allzeit bewährt hat.
Langes Leben dem Eszett!
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anonym
Gast





Beitrag: Montag, 06. Sep. 2004 17:53    Titel: Umerziehung wehrloser Schüler Antworten mit Zitat

Es wäre vielleicht noch darauf hinzuweisen, daß man eine Rechtschreibung kurz nach der Schulzeit noch nicht wirklich beherrscht. Nach so ziemlich einhelliger Meinung der Reformgegner ist die Deformschreibung auch nicht zu beherrschen, allein schon wegen der vielen Wortlisten. Für die heutigen Schüler wäre es also noch nicht zu spät, die klassische Rechtschreibung zu erlernen, wenn sie sich jetzt nochmal bewußt dafür interessieren würden, schließlich ist das, was einem vorenthalten wurde, doch gerade deswegen interessant. Die gelernten Deformregeln können noch gar nicht so verinnerlicht sein, daß das Erlernen der klassischen Rechtschreibung unzumutbar wäre. Für eine sichere Verinnerlicheung, d. h. ein automatisches Anwenden des Gelernten, bedarf es nämlich einr gewissen Praxis, die ein heute Zwanzigjähriger noch gar nicht haben kann. Vielleicht sollten Reformgegner außerschulisch Kurse in klassischer Rechtschreibung anbieten, natürlich kostenlos. Desweiteren möchte ich dies mit dem Erlernen von Stenographie vergleichen: Deutsche Einheitsstenographie hat ein völlig anderes Schriftbild, ist zumeist phonetisch und wird oft erst nach der Schulzeit gelernt, z. B. im Rahmen einer kaufmännischen Ausbildung. Wichtig ist, daß man sie danach benutzt, sonst verlernt man es schnell wieder.

Es steht außerdem zu erwarten, daß die Reformschreibung über kurz oder lang an ihren eigenen inneren Widersprüchen zugrunde geht. Wenn die heutigen Schüler in wenigen Jahren gezwungen sein werden, viel mit Texten umzugehehen, werde sie auf diese Widersprüche stoßen und sich fragen, welchen Blödsinn man ihnen in der Schule beigebracht hat. Vielleicht werden dann einige selbst auf die Idee kommen, z. B. das scharfe ß an den klassischen Stellen zu verwenden, einfach, weil es schöner aussieht oder weil es die Wortfuge anzeigt und damit das Wort besser lesbar macht. Das wird alles von selbst kommen, wenn die heutigen Schüler erstmal einige Jahre Abstand von der staatlich legitimierten Kindesmißhandlungsanstalt gewonnen haben.
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Gast






Beitrag: Montag, 06. Sep. 2004 17:56    Titel: Umerziehung wehrloser Schüler Antworten mit Zitat

Warum denn nicht auch ''Umerziehung wehrloser Erwachsener'', schließlich befinden sich die Erwachsenen heute in einer den Schülern ähnlichen Situation, werden Sie doch tagtäglich in den Medien und im öffentlichen Leben mit sinnentstellenden Schreibungen konfrontiert, die plötzlich als ''korrekt'' gelten sollen.
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anonym
Gast





Beitrag: Freitag, 10. Sep. 2004 15:07    Titel: Gehässige Töne Antworten mit Zitat

Die Autoren und Schriftsteller zwingen aber den Leuten ihre ''sprachlichen Regelverletzungen''
nicht per Erlaß auf, Frau Wolff!
Die Kultusminister tun aber noch mehr: Sie zwingen der gesamten Sprachgemeinschaft künstliche, sinnentstellende Regeln auf! Sind Sie wirklich so naiv, daß Sie das nicht wahrhaben wollen?
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Gast
Gast





Beitrag: Dienstag, 26. Okt. 2004 18:31    Titel: freiepresse Antworten mit Zitat

ich habe bei google auf freiepresse geklickt und der Beitrag erschien. Die angezeigte Adresse ergibt ein anderes Forum, kopieren bringt da nichts.
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Manfred Riebe



Registriert seit: 23.10.2002
Beiträge: 2840
Wohnort: 90571 Schwaig bei Nürnberg

Beitrag: Dienstag, 26. Okt. 2004 19:33    Titel: Freie Presse Antworten mit Zitat

Freie Presse

In Google gebe ich ein: Freie Presse - Manfred Riebe. Dann erscheint:

freiepresse.de
... Autor, Beitrag [ Zugriffe ], Datum, Letzter Beitrag, Reaktionen. Manfred Riebe,
Zur Rücknahme der Rechtschreibreform [ 0 ], 24.10.2004, 24.10.2004 19:22 Uhr. 0. ...
www.freiepresse.de/cgi-bin/TREFFPUNKT/FOREN/ foren.cgi?Aktion=forum_show&Forum=kulturundfreizeittermin... - 46k - 24. Okt. 2004 - Im Cache
__________________________________________________

1. Klicke ich auf Freie Presse, dann erscheint als letzter Eintrag:

wuschel 23/10/04 20h KARAMELO SANTO im AJZ [ 9 ] 19.10.2004
19.10.2004 10:23 Uhr

2. Klicke ich auf Cache, dann erscheint:

Manfred Riebe Zur Rücknahme der Rechtschreibreform [ 0 ] 24.10.2004
24.10.2004 19:22 Uhr
wuschel 23/10/04 20h KARAMELO SANTO im AJZ [ 9 ] 19.10.2004
19.10.2004 10:23 Uhr
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Beitrag: Dienstag, 26. Okt. 2004 19:43    Titel: freie presse Antworten mit Zitat

ich habe es nochmal wiederholt, erst erscheint Ihr Beitrag , danach der von wuschel. Als browser verwende ich mozilla.
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Manfred Riebe



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Beiträge: 2840
Wohnort: 90571 Schwaig bei Nürnberg

Beitrag: Donnerstag, 28. Okt. 2004 09:30    Titel: Freie Presse Antworten mit Zitat

Das fiel mir auf:
Bei mir erscheint bei www.freiepresse.de immer die Ausgabe vom Sonntag, 24.10.2004, obwohl ich den Ladevorgang wiederhole. Was mache ich technisch falsch?
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Beitrag: Donnerstag, 28. Okt. 2004 11:35    Titel: freie Presse Antworten mit Zitat

bin leider auch kein Computerfachmann, ich habe den Link mit mozilla und explorer angeklickt und hatte immer die aktuelle Ausgabe.
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Manfred Riebe



Registriert seit: 23.10.2002
Beiträge: 2840
Wohnort: 90571 Schwaig bei Nürnberg

Beitrag: Donnerstag, 28. Okt. 2004 22:28    Titel: „Neu laden“ Antworten mit Zitat

Des Rätsels Lösung: Der Computer hat die alte Seite gespeichert. Wenn die gespeicherte alte Seite der Freien Presse erscheint, dann klickt man in Mozilla in der Befehlleiste oben auf „Neu laden“, dann erscheint die aktuelle Seite der Freien Presse.
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Beitrag: Donnerstag, 28. Okt. 2004 23:27    Titel: Neu laden Antworten mit Zitat

Sie können auf Einstellungen bei Mozilla gehen und den Modus des neu Ladens aus dem Cache verändern
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anonym
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Beitrag: Dienstag, 30. Nov. 2004 18:27    Titel: Fragen zum PISA-Test Antworten mit Zitat

Im Zusammenhang mit dem PISA-Test würde ich gerne einmal wissen, ob Schüler an diesem Test teilnehmen müssen oder ob die Teilnahme daran freigestellt ist. Was ist, wenn sich ein Schüler weigert, daran teilzunehmen? Gibt es dann Strafen oder Zwangsmaßnahmen gegen solche Schüler?

Die Durchführung eines solchen Tests führt zu Unterrichtsausfall. Können Eltern verlangen, daß deshalb der Test nicht durchgeführt wird oder die ausgefallenen Stunden nachgeholt werden? Können Schüler fordern, daß diese Stunden NICHT nachgeholt werden, weil das über die wöchentliche Stundenzahl hinausgeht?

Der Test fragt auch nach familiären und sozialen Hintergründen. Inwieweit sind Schüler verpflichtet, dazu Angaben zu machen? Wird hier nicht das Persönlichkeitsrecht von Schülern UND Eltern verletzt? Es könnte ja einem Schüler bzw. seinen Eltern peinlich sein, daß er angeben zu muß, daß er aus armen oder problematischen Verhältnissen stammt! Sind diese Angaben überhaupt etwas wert, wenn davon ausgegangen werden muß, daß Schüler hier eventuell auch falsche Angaben machen?

Wieso gibt es gerade jetzt solche Tests, wo es in Deutschland seit 8 Jahren die Rechtschreibreform gibt? Auch in Frankreich, den Niederlanden und Norwegen gibt bzw. gab
es zeitgleich Rechtschreibreformen. Besteht da vielleicht ein Zusammenhang? Sind solche Tests nicht dazu da, zu dokumentieren, wie eine Bildungsnation ''zurückgefahren'' wird oder inwieweit sie sich durch solche Reformen ''zurückfahren'' läßt?
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anonym
Gast





Beitrag: Mittwoch, 01. Dez. 2004 16:38    Titel: Zum Beitrag vom Dienstag, 30. Nov. 2004 22:02 Titel: Recht Antworten mit Zitat

Zitat:

Was passiert denn, lieber Herr Zehetmair, wenn keiner der Rechtschreibreformgegner mehr ein Buch in der sogenannten 'neuen Rechtschreibung' kauft, wenn man seine in der sogenannten 'neuen Rechtschreibung' verfaßten Zeitschriftenabonnements kündigt und wenn einer nach dem anderen seine in der sogenannten 'neuen Rechtschreibung' publizierte Tageszeitung abbestellt? Was passiert denn, wenn jeder Gegner der Rechtschreibreform ab heute einen in der sogenannten 'neuen Rechtschreibung' verfaßten Gebührenbescheid, einen ebensolchen Mahnbescheid oder andere Schriftsätze der öffentlichen Verwaltung z.B. mit einem Einspruch oder Widerspruch als „unleserlich“ und/oder fehlerhaft und/oder unzumutbar zurückschickt? Was passiert denn, wenn sich die Mehrheit der Rechtschreibreformgegner gemeinschaftlich verweigert?

Wenn die Mehrheit sich ihrer Marktmacht bewußt ist und auch danach handelt, hat sich das ganze Reformgeplappere binnen kürzester Frist überlebt. Deutschland hat andere Probleme, als sich mit einer gescheiterten und noch dazu überflüssigen Rechtschreibreform aufzuhalten. Kehren wir also zum Tagesgeschäft zurück und würdigen den Rechtschreibrat keines weiteren Blickes.

30.11.2004 Frank Berns

Ende des Zitats


Die Rechtschreibreform gibt es nun schon 8 Jahre. In dieser Zeit hätten sich die Reformgegner
ihrer Marktmacht längst bewußt zeigen können. Ich gehe mal davon aus, daß auch viele Reformgegner entsprechend gehandelt haben. Offenbar ist nichts passiert, oder, wenn etwas passiert ist, dann ist es nur schwer für die Allgemeinheit sichtbar.

Viele Buchverlage zwingen ihre Kunden, ihr Bedürfnis nach Literatur mit minderwertigen Produkten zu befriedigen. Kindern kann man jeden ''rechtschriftlichen'' Schwachsinn antun,
denn sie wissen es nicht besser. Eltern werden, auch wenn sie gegen die Rechtschreibreform
sind, ihren Kindern keine in klassischer Rechtschreibung geschriebenen Bücher schenken
wollen, um ihre Schulnoten nicht zu gefährden. Daß sie damit die sprachliche Entwicklung
ihrer Kinder behindern, werden viele wissentlich in Kauf nehmen, denn das gilt ja für alle Kinder. Vielleicht braucht man ja in Zukunft keine gut entwickelten sprachlichen Fähigkeiten
mehr? Es dürften heutzutage auch kaum mehr Kinderbücher in klassischer Rechtschreibung
angeboten werden. Die Nachfrage nach Kinderbüchern wird aber immer bestehen!

Solange sich Eltern lieber daran orientieren, was Politiker denken, daß für ihre Kinder gut ist,
solange wird es die Rechtschreibreform geben. Die Kinder wurden von den Reformern in
Geiselhaft für die Durchsetzung der Reform genommen, solange die Kinder nicht aus dieser
Geiselhaft befreit werden, solange wird es die Reform geben.
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Anonymus
Gast





Beitrag: Donnerstag, 02. Dez. 2004 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Riebe,

[Beleidigung gelöscht - Elke Philburn]

Lars Kerner
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