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Beliebigkeitsschreibung
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Manfred Riebe



Registriert seit: 23.10.2002
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Beitrag: Montag, 18. Okt. 2004 15:44    Titel: Erlaubt ist, was gefällt Antworten mit Zitat

Rechtschreibreform
Erlaubt ist, was gefällt
Der Duden lässt ahnen, wohin die Rechtschreibreform führt.

Von Thomas Steinfeld

Das Spiel ist offen. Die Ministerpräsidenten mögen glauben, sie hätten den langen Streit um die Rechtschreibung beendet, indem sie in der vergangenen Woche entschieden, die Neuregelung, wie ursprünglich geplant, zum 1. August 2005 in Kraft treten zu lassen.

Sie mögen hoffen, mit der Einrichtung eines „Rats für deutsche Rechtschreibung“ alle zukünftigen Auseinandersetzungen in bürokratische Bahnen gelenkt zu haben – auch wenn die Farce dadurch offensichtlich wird, dass der „Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung“, der prominentesten Gegnerin der Reform, nur zwei von vierunddreißig Sitzen zugewiesen werden.

Nur – entschieden ist mit dieser Entscheidung nichts, nichts jedenfalls, was für die deutsche Rechtschreibung selbst von Belang wäre.

Warum das so ist, verrät die vor zwei Monaten erschienene dreiundzwanzigste Ausgabe des Duden-Wörterbuchs. Denn viele Zweifelsfälle der deutschen Schreibung werden von diesem Duden nicht mehr geregelt, jedenfalls nicht, wenn sie in den Bereich der Rechtschreibreform fallen.

Sie werden vielmehr freigegeben, in das Belieben des Schreibers gestellt, und zwar so sehr, dass bei den sich rasend vervielfältigenden „Varianten“ der deutschen Orthographie in der Regel nicht einmal angegeben wird, welcher Variante der Vorzug zu geben sei – in der vorigen Ausgabe waren die nach der Reform vorzuziehenden „Varianten“ immerhin noch rot ausgezeichnet.

In wesentlichen Teilen ist die deutsche Rechtschreibung freigegeben, und das zu einem Zeitpunkt, an dem innerhalb der Sprachgemeinschaft große Einigkeit über die Orthographie herrschte – zum ersten Mal übrigens in der deutschen Sprachgeschichte.

Der neue Duden ist kein amtliches Dokument. Und doch enthält er, nachdem die Kultusministerkonferenz im April den vierten Bericht der Rechtschreibkommission überraschend nicht angenommen hatte, alle wichtigen Änderungen, die in nächster Zeit auf uns zukommen werden – erkennbar schon daran, dass die Redaktion des Duden die jüngste Fassung der orthographischen Regeln, die am Ende des Bandes abgedruckt ist, nur von offizieller Seite hat erhalten können.

Tatsächlich sind die Regelungen, der Versicherung, sie seien „unverändert“ zum Trotz, an vielen Stellen neu gefasst worden – so sehr, dass sie vor allem im Bereich der Getrennt- und Zusammenschreibung auf eine Wiederherstellung des alten Zustands hinauslaufen.
Eilig zusammengebastelte Reparatur
Doch dabei handelt es sich um eine billige, eilig zusammengebastelte Reparatur, mit zahlreichen Mängeln und Widersprüchen: Offiziell heißt es jetzt wieder „weitgehend“, während das reformierte „weit gehend“ zu den „Varianten“ zählt. „Schwerbehindert“ und „sogenannt“ sind nun „fachsprachlich“ wieder korrekt, wogegen das reformierte „so genannt“ (das es auch vor der Reform gab) gänzlich abgeschafft wurde.

Es darf wieder „großgedruckt“ geschrieben werden, der entsprechende Eintrag „großgeschrieben“ fehlt allerdings im neuen Duden. „Vollgefressen“ soll es wieder heißen, wenn einer „dickleibig“ sei, „voll gefressen“ hingegen in allen anderen Fällen. Und die „Fliegenden Fische“ sollen nun, weil ebenfalls „fachsprachlich“, in großen Lettern daherkommen, obwohl es diese Spezies biologisch gar nicht gibt.

Was werden die Lehrer tun, in solch heilloser Verwirrung? Die wenigsten von ihnen werden in der Lage sein, jedes fünfte Wort einer beliebigen Klassenarbeit im Duden nachzuschlagen – doch genau darauf liefe die neueste Reform hinaus. Wenn nicht etwas anderes, viel Wahrscheinlicheres geschähe: dass sich Lehrer, Eltern und Schüler daran gewöhnen, dass jeder schreibt, so wie es ihm einfällt. Ob das aber im Sinn einer Vereinheitlichung lag?

Thomas.Steinfeld@sueddeutsche.de
kultur-online@sueddeutsche.de
Süddeutsche Zeitung vom 15.10.2004 - Kultur
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Manfred Riebe



Registriert seit: 23.10.2002
Beiträge: 2840
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Beitrag: Freitag, 04. März. 2005 14:09    Titel: Die Wortwarte: Neue Wörter Antworten mit Zitat

Die Wortwarte: Neue Wörter

Beliebigkeitsschreibung

die, -, o. Pl.

Sprache frei nach Schnauze? Manfred Riebe hat folgendes geschrieben: „Wenn es nur wenige und sinnvolle Änderungen wären, würden sich die Schriftsteller ja nicht gegen den Neuschrieb wehren. Aber es ist umgekehrt: Nur die wenigsten Änderungen sind sinnvoll. Doch ist eine Beliebigkeitsschreibung entstanden.“

Sinnvoll oder nicht ist letztlich Ansichtssache. Genausowenig eine Diskussion darüber sinnvoll wäre, da die Fronten sehr verhärtet sind. Ich halte es da mehr wie der VDS, der sagt, daß die Anglizismenflut ein weitaus größeres Problem darstellt.
archiv.tagesspiegel.de/forum/viewtopic.php?t=585&view=previous, Zeile 1621

Lothar Lemnitzer - Die Wortwarte - Neue Wörter vom 20.07.04

http://www.sfs.nphil.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/archiv/040720.html
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Erika Ciesla



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Beitrag: Mittwoch, 30. Nov. 2005 04:45    Titel: Re: Münchner Merkur: Jeder schreibt, wie er will. Antworten mit Zitat

Manfred Riebe hat folgendes geschrieben:
<B>Münchner Merkur: Jeder schreibt, wie er will.

Konrad Duden würde sich im Grab umdrehen: (...)

Nur nochmal zur Erinnerung, wann wurde die Reform für verbindlich erklärt?
Richtig, zum 01. August 2005.

Andere Frage, wann starb Konrad Duden?
Richtig, am 01. August 1911.

Diese Reform wurde, wie zynisch, ausgerechnet am Todestag von Konrad Duden zur Norm erhoben. Man kann also auch sagen, mit dieser Reform hat man Konrad Duden endgültig beerdigt. :-(

Requiescat in pace, armer armer Konrad Duden! Es trauert um Dich, ... Erika Ciesla
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Manfred Riebe



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Beitrag: Mittwoch, 30. Nov. 2005 09:14    Titel: Jeder schreibt, wie er will Antworten mit Zitat

Jeder schreibt, wie er will

"Diese Reform wurde, wie zynisch, ausgerechnet am Todestag von Konrad Duden zur Norm erhoben."???

Eine „Norm“ wäre eine allgemeingültige Regelung. Eine Rechtschreib-„Norm“ gibt es aber nicht, denn die Reform wurde den Schulen an den Parlamenten vorbei aufgezwungen. Es gibt folglich kein Rechtschreibgesetz, sondern nur Kultusministererlasse für die Schulen. Daher kann jeder gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Juli 1998 weiterhin die außerhalb der Schulen allgemein gültige herkömmliche Rechtschreibung verwenden: http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?p=634#634 -.

Die Rückkehr des gesamten Springer-Konzerns zur traditionellen Orthographie im Oktober 2004 ist ein Beispiel für die vorhandene Schreibfreiheit, ebenso die Tatsache, daß manche Zeitungen eine eigene Hausorthographie verfaßten. Eine einheitliche Orthographie der Zeitungen gibt es seit 1999 nicht mehr.

Das bedeutet letztendlich, daß auch Schüler nicht die Kultusministerschreibe anwenden müssen. Sie müssen sich nur gegen den ungesetzlichen Zwang wehren. Siehe hierzu:
* Rechtsanspruch auf Unterricht in der traditionellen Orthographie - http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?p=4139#4139
* Rechtsprofessoren fordern Rücknahme der Schreibreform - http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?p=737#737
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Manfred Riebe



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Beitrag: Montag, 27. Nov. 2006 11:02    Titel: Allgemeine orthographische Verunsicherung Antworten mit Zitat

Allgemeine orthographische Verunsicherung

Die Schulschreibung ist weiterhin mangelhaft mit vielen Varianten. Verlage, die sich der Schulschreibung angeschlossen haben, haben unterschiedliche Hausorthographien entwickelt, so daß eine

* Beliebigkeitsschreibung
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=105
entstanden ist. Durch die neue Beliebigkeitsschreibung ist eine allgemeine orthographische Verunsicherung eingetreten, z.B. bei der

* Getrennt- und Zusammenschreibung
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=528

Ein gutes Beispiel ist auch das Durcheinander in der Wikipedia-Hausorthographie, die man nicht mehr Orthographie nennen kann:

* WIKIPEDIA und der Neuschrieb
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=776

Hinzu kommt, daß etliche Wörterbücher weiterhin in traditioneller Orthographie erscheinen und in den Haushalten und Unternehmen alte Duden-Ausgaben verwendet werden. Vgl. dazu meinen Notizen:

* Wörterbuchmacher (Lexikographen)
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=1016

* DUDEN-Praxiswörterbuch 1998
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=578

* DUDEN: Was Duden empfiehlt, 2005
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=836

* DUDEN: Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage, 2006 - 3.000 DUDEN-Empfehlungen für Zweifelsfälle
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=976

In allen diesen Strängen oben wird das Chaos sichtbar. Die ultralinken Reformer haben die Einheitsorthographie Konrad Dudens zerstört:

* Rechtschreibreform und DDR-Sozialismus - Die Rechtschreibreform - „Honeckers späte Rache“
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=1012

Aber die meisten Deutschen schreiben weiter wie bisher, wenn auch stark verunsichert. Das tun auch etliche Zeitungen und viele Zeitschriften. Auch das trägt zum Durcheinander bei, ebenso die ss-Schreibung, die noch mehr Fehler als bisher verursacht. Ein Beispiel ist das Wort „Straße“, das nunmehr sehr häufig „Strasse“ geschrieben wird, ganz verwirrt z.B. „Schloßstrasse“ (!).

* Zum 40-Prozent-weniger-Fehler-Märchen
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=511

* Zum Geßlerhut
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=792

* Zur ss/ß-Regelung, dem Silikonbusen der Rechtschreibreform
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=404

* ß ist besser als ss
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=506

* Diktate und Rechtschreib-Tests
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=626

* Die Schüler als Opfer und „Humankapital“
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=411

* Erfahrungen eines Gymnasiasten (Leserbrief)
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=492

* Legasthenie und Rechtschreibung
http://www.vrs-ev.de/forum/themaschau.php?t=358

Das alles wird in der Wikipedia-Enzyklopädie weitgehend verschwiegen. Die Wikipedia hat die Rolle eines Volkserziehers bzw. Volksverführers, zumal heute vielfach das Wissen aus Bequemlichkeit nur noch aus dem Internet geholt wird. Diese Macht des Internets wird häufig unterschätzt.
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Erika Ciesla



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Beitrag: Dienstag, 05. Dez. 2006 16:42    Titel: Geschoss oder Geschoohß, oder was? Antworten mit Zitat

Heute gefunden auf Wikipedia:

»Der Begriff Geschoss (österr. Geschoß) kann mehrere Bedeutungen haben:«

So viel zumThema: »Wir haben eine einheitliche deutsche Rechtschreibugn«, nicht wahr?

Und als Rheinländerin, die ich ja von Geburt an bin, werde ich in diesem Sinne den »Spaß« in Zukunft mit »ss« schreiben, denn der stimmlose S-Laut steht im Rheinischen bekanntlich nach einem kurzen Vokal.

Ich hab's ja schon immer gesagt: das tut nicht! Die alte Regel, daß man »ss« am Wortende immer und ausnahmslos »ß« schreibt, hatte den unschätzbaren Vorteil, daß sie eindeutig war und unabhängig von regional unterschiedlichen Sprechweisen anwendbar gewesen ist. Das ist nun zerstört! Das vorgebliche Ziel, eine einheiltiche Orthographie für alle Menschen deutscher Zunge zu haben, ward gründlichst verfehlt, wie das obige Beispiel beweist. Und die, die das zu verantworten haben, die hätten es verdient, daß die Schweine sie beißen!

Glückauf!

Erika Ciesla
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Manfred Riebe



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Beitrag: Montag, 26. März. 2007 09:43    Titel: Viele verwenden eine Mischform Antworten mit Zitat

Wann sind die Deutschen wieder ihrer eigenen Rechtschreibung mächtig? Viele verwenden eine Mischform

Onkel Bräsig:
Die Rechtschreibreform interessiert mich nicht die Bohne. Meine eigenen „Geburtswehen“ anno 50er und 60er Jahre sind zwar vorbei aber unvergessen. Mein Eindruck von den „neuen“ Regelungen ist, dass hier die Rechtschreibschwäche einiger Pädagogen zur neuen „Norm“ erhoben worden sind.

Cassandra:
Habe von Folgendem gehört: Bei einer Prüfung von ca. 200 Teilnehmern beim Fach „Eilschrift“ (Stenografie) gelang nur einem einzigen eine fehlerfreie Übertragung. (Es wurde z.B. keine interpunktion mitdiktiert und die Analyse der Satzkonstruktionen war etwas kompliziert).

Mitglieder der Prüfungskommission stellten fest, es sei seit Jahren das erste Mal gewesen, dass jemand den fraglichen Test fehlerfrei bestanden habe.

Etwa zur gleichen Zeit fand eine ähnliche Prüfung mit Studienräten (Germanisten) statt, und bei dieser Gelegenheit stellte man fest, dass auch die ihre Probleme mit der Rechtschreibung hatten.

Bei den ständigen Änderungen der Rechtschreibung ist das eigentlich kein Wunder. Die letzte Reform wirft vieles über den Haufen, was früher an Rechtschreibung gelehrt wurde.

Wenn in der „Bibel der Rechtschreibung“ (dem „Duden“) es an einer Stelle hieß „zum ersten Male“, an anderer aber „zum erstenmal“, dann ist das eine Zumutung – da kann man an der Logik dessen zweifeln, was Rechtschreib-Experten zustande bringen.
http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20070204060317AAKOzPF
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Manfred Riebe



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Beitrag: Samstag, 22. Okt. 2011 08:31    Titel: "Beliebigkeitsregeln" durch Rechtschreibreform? Antworten mit Zitat

"Beliebigkeitsregeln" durch Rechtschreibreform?
Kritiker befürchten chaotische Verhältnisse

Berlin (pte) (pte/Jul 31, 1999/10:00) - Die zum 1. August wirksam werdende Rechtschreibreform wird nach Ansicht von Kritikern zu chaotischen Verhältnissen in Schulen und in der Wirtschaft führen. Manfred Riebe, Vorsitzender des Vereins für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege, sagte es werde zu einer "Beliebigkeitsrechtschreibung" kommen.

Daß durch die Umstellung der deutschen Nachrichtenagenturen und der meisten Zeitungen zum 1. August ein öffentlicher Druck entstehe, nur noch die neuen Regeln anzuwenden, glaubt Riebe nicht. Vielmehr sieht er einerseits die verschiedenen Hausorthographien der Verlage nebeneinander stehen und andererseits die neue Schulorthographie. Der "Duden" sei keine Norm für Rechtschreibung mehr, sagte Riebe.

Die Gegner der Rechtschreibreform wollen nicht aufgeben. Riebe wies darauf hin, daß trotz des Mißerfolges in Berlin versucht werden soll, Volksbegehren gegen die Reform in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Außerdem soll der "Duden" Konkurrenz bekommen. Der Sprachwissenschaftler Professor Theodor Ickler werde in der kommenden Woche eine "Deutsche Einheitsorthographie" vorstellen.

Die Wirtschaft sieht angeblich keine Probleme in der Reform. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Köln hat sich mit dem Reformwerk nicht beschäftigt. Für die Wettbewerbsfähigkeit spiele es keine Rolle, ob künftig "daß" oder "dass" geschrieben werde, so ein BDI-Sprecher.

Ein Special zur Rechtschreibreform brachte die Tageszeitung "Die Welt". http://www.welt.de/kultur/special/rechtschreibung/ (end)

Submitter: pressetext.austria
Editor: ht
E-Mail: redaktion@pressetext.at
Phone: 01/406 15 22-0

Quelle: newsfox.com - a business unit of
pressetext Nachrichtenagentur GmbH
Josefstaedter Strasse 44
A-1080 Vienna, Austria
http://www.newsfox.com/pte.mc?pte=990731007
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Manfred Riebe



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Beitrag: Samstag, 22. Okt. 2011 08:42    Titel: Beliebigkeitsschreibung Antworten mit Zitat

Beliebigkeitsschreibung

Im NürnbergWiki ist ein neuer Artikel entstanden:

* Beliebigkeitsschreibung
http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Beliebigkeitsschreibung
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